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Nachwort

Wohlan, es ist vollbracht! Ein wunderschönes, ganz besonderes Geschöpf hat das Licht erblickt ….ein großer Moment im Leben der Schöpferin Ortrud Philipp-Gutberlet und ihrer beiden Hebammen Antje Walter und Regina Jonke.

Doch, was so leicht und ungezwungen daher kommt, trägt eine Geschichte in sich, die in ihrer Tragweite und Be-deutungsschwere beispiellos ist.
Damit du, liebe Leserin, lieber Leser – oder vielmehr lieber Seher und Seherin – diesen Bildband in deinen Händen halten kannst, bedurfte es einer langen, beschwerlichen Reise.
Noch bevor der erste Pinselstrich, der erste Gedanke seinen Weg aufs Papier finden konnte, war da dieses Leben, diese Geschichte, die gelebt werden musste, bevor daraus eine Heldenreise in Bild und Wort werden konnte. Das Kind Ortrud damals wusste nichts davon und konnte die Sinnhaftigkeit hinter seinem Martyrium sicherlich nicht erkennen. Es ahnte nichts von seiner bevorstehenden tragenden Rolle als Gestalterin dieses Werks, das sein kleines, scheinbar unbedeutendes Leben zu solch einer Bedeutung, zu seiner höchsten Vollendung führen würde. Im Rückblick ist alles klar und eindeutig. Der Weg der Transformation erscheint in seiner Vollendung als wunderschöner, frei fliegender Schmetterling vorherbestimmt und augenscheinlich.
Aber wie sich der Kontakt mit der rauhen Wirklichkeit für den wehrlosen Säugling in seiner raupenhaften Verpuppung angefühlt haben mag, welch Verzweiflung sich des ohnmächtigen Kindes befallen hat, wenn es in seiner Kleinheit und Zartheit übermächtigen, bedrohlichen Gewalten ausgeliefert war, können wir nur erahnen….oder etwas davon in unserer eigenen Historie aufspüren und wiedererkennen. Denn wir alle sind ihn gegangen, diesen Heldenweg. Wir alle haben ihn erfahren, erduldet, erlitten. Jeder auf seine eigene, beispiellose Weise. Was uns verbindet, ist das kollektive und individuelle Leid im Überlebenskampf, im Über-Wasser-Halten, auf dass wir nicht ertrinken mögen im Morast der Gefühle, im Nebel der Orientierungslosigkeit. Aber wir teilen auch die Freude an den kleinen oder großen Dingen, sei es die unscheinbare Blume, die sich durch Beton ihren Weg erkämpft hat oder die üppige Schönheit der prallen Natur. Seien es die kleinen Gesten unserer Mitmenschen oder die rettende Hand, die uns gereicht wird. Wenn wir auf einem hohen Felsen ausruhen und zurückblicken, dann erkennen wir die Einzigartigkeit dieses Weges als unseren Schicksalspfad und können ihn würdigen. Die Bresche, die wir aus unserer eigenen Hand mit viel Schweiss, Blut und Verzweiflung, aber auch mit Entschlossenheit und Mut geschlagen haben, offenbart sich von hier aus als gemeinsam geschaffener, lichtdurchfluteter Platz, an dem wir einander treffen können.
Dieser Bildband ist eine solche Lichtung. All die Eindrücke, all die Gefühle, aber auch die Erkenntnisse, welche die kleine Ortrud auf ihrem Weg zum Erwachsenwerden gesammelt hat, vereinen sich hier zu einem wundervollen Gebilde. Am Wegrand gefundene Kostbarkeiten, in sich entdeckte Schätze, von oben inspirierte Eingebungen fanden ihren Weg durch die Hand der Künstlerin zu diesem Wunderwerk. Es ist ein Manifest ihrer herausragenden Gabe, angsteinflößende Ausgeburten einer übermächtigen, überwältigenden Welt durch ihren Stift ohne Furcht und Tadel zu bündeln und in Bild und Wort zu bannen. Dort, auf dem Papier, auf der Leinwand, erhalten sie – wie mit magischer Hand – ein neues Leben. Das ist der eigentliche Transformationsprozess.
Denn, vergessen wir nicht: Erst in der Rückschau, erst in der Erlösung wird aus einem Leidensweg eine Heldenreise.